100 Jahre Buch

Taubenhaus Berlin-Buch    Im Jahr 1898

kaufte die Stadt Berlin im Rahmen ihres Stadtentwicklungsprogramms für die Anlegung von Rieselfeldern Ländereien des Bucher Gutsherren Georg Graf von Voß. Damit wurde in der Folge das niederbarnimsche Dorf Buch in vielfacher Weise neu geprägt und auch weit über seine Grenzen bekannt.

In dem vorliegenden Buch

werden in 12 Kapiteln die Geschichte der Bucher Krankenanstalten und medizinisch-biologischer Forschungseinrichtungen, neuer Ansiedlungen und landwirtschaftlicher Einrichtungen, der Kirchen und Friedhöfe, der Kunst, des Bucher Schloßparks,  des Bucher Waldes und der verkehrsanbindung des Ortes an Berlin beschrieben. Ein einleitender Überblick über die Zeit vor 1898 und einabschließendes Kapitel über archäologische Forschungen im Zusammenhang mit der Ortsentwicklung bilden den Rahmen der Beiträge über 100 Jahre Geschichte von Berlin-Buch.

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Patti Smith, Traumsammlerin

traumsammlerinVor garnicht so langer Zeit war sie in Deutschland, im Berliner Tempodrom. Ausverkauft. Schade. Dafür habe ich mir aus einem meiner Bücherstapel ihr Buch Traumsammlerin rausgekramt. Die Punk-Ikone, die mit ihrer CD „Horses“ Maßstäbe setzte. Es ist ein schmales kleines Bändchen, poesievoll. Ganz persönlich. Kleine lyrische Texte wechseln mit Gedichten und schwarz-weißen Fotos. 108 Seiten Poesie. Sie erzählt von einem armen Leben mit den Wollsammlern, die die an den Büschen hängengebliebene Wolle der Schafe aufsammelte um damit noch etwas Geld zu machen. Sie erzählt von ihrer Kindheit, es sind Gedichte, Gedanken über ihr Leben, es sind tägliche Verrichtungen wie Pfefferminztee kochen geschildert. Sind das die Gedanken einer Punk-Ikone? Als Pattie Smith mit der Niederschrift dieses Buches begann, waren ihre wilden Jahre als Sängerin und Punk-Poetin längst vorbei. Vietnamkrieg, Beatniks, Flowerpower und Punk. Sie lernt die großen kennen, Janis Joplin, Jimi Hendrix, Lou Reed, Robert Maplethorpe. 1979 heiratet sie den Gitarristen Fred “Sonic” Smith  und zieht mit ihm aufs Land. Sie bekommen zwei Kinder. Als sie mit  dem Aufschreiben  der Texte für die „Traumsammlerin“ beginnt, schweben ihr Erlebnisse aus ihrer Kinder- und Jugendzeit zu, aber auch Alltägliches wie Pfefferminzteekochen und Näharbeiten erhalten poetisches Gewicht.

Patti Smith: „Traumsammlerin“, Kiepenheuer & Witsch, 112 Seiten. 16,99 €

978-3462045703

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Denkmale in Berlin Bezirk Pankow – Ortsteil Buch

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In Berlin-Buch, an der Peripherie der heutigen Großstadt gelegen, trafen um 1900 zwei Welten aufeinander. Das idyllische Dorf mit einer sehenswerten Barockkirche, einem Gutshof und einem Schlosspark wurde mit seiner Feldflur vom Berliner Magistrat gekauft und zu einem großstädtischen Gesundheitsstandort ausgebaut. Die zur Zeit des Ersten Weltkriegs größtenteils fertig gestellte Krankenhausstadt Buch mit zwei „Irrenanstalten“, zwei Lungensanatorien, einer Heimstatt für Alte und Gebrechliche und mit einer dazugehörigen Technikzentrale war vermutlich die größte Sozialeinrichtung dieser Art in Deutschland. Der Name Buch ist in Berlin und auch weit darüber hinaus ein Markenzeichen für die medizinische Versorgung geworden. Es ist dem Stadtarchitekten Ludwig Hoffmann zu verdanken, dass die Krankenhausensembles mit ihren etwa 200 Nutzbauten auch zu einem außergewöhnlichen städtebaulichen und baukünstlerischen Ereignis wurden. Diese Denkmale der Sozialgeschichte und der Baukunst bilden zusammen mit dem Dorf Buch und seinen dörflichen Denkmalen, den Bauernhäusern, dem Dorfkrug, den Schulen und dem Gutshof sowie mit dem Schlosspark und der Schlosskirche bis heute eine in der Berliner Großstadtlandschaft und Großstadtgeschichte einzigartige Mischung.

Die Denkmaltopographie Berlin-Buch beschreibt die geschichtliche Entwicklung des Dorfes Buch von der Vor- und Frühgeschichte bis heute und stellt ausführlich alle Bau-, Garten- und archäologischen Denkmale dar. Das vielseitige Werk von Ludwig Hoffmann steht dabei im Mittelpunkt, seine Entwurfshaltung und seine Arbeitsweise werden ausführlich behandelt. Themen sind neben der Geschichte der Krankenhäuser und des Krankenhausbaus durch alle Perioden des 20. Jahrhunderts hindurch auch Wissenschaftseinrichtungen wie das Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung, aber auch Verbrechen wie die Euthanasie während der Zeit des Nationalsozialismus. Die DDR nutzte alle Gesundheitseinrichtungen intensiv und ergänzte sie durch mehrere medizinische Institute der Akademie der Wissenschaften.

 Haila Ochs, Michael Hofmann, Caroline Rolka

ISBN: 978-3-86568-543-8

29,80 €

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Zur Geschichte der Krankenhausstadt Berlin-Buch

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Im Lauf eines Jahrhunderts verändert sich das Gesicht des kleinen Vorortes Berlin-Buch. Der Ortsteil Buch, dem Stadtbezirk Pankow zugehörig, erhält ein neues Gesicht. Behandlungsstätten und Forschungsinstitute entstehen bereits zur Kaiserzeit, die durch die Bebauungen Ludwig Hoffmanns geprägt werden und heute Denkmalschutz stehen. Bedeutende soziale Umbrüche haben immer wieder bestehende Strukturen aufgebrochen. Das begann bereits 1918, zu Beginn der Nazizeit 1931, während der Befeiung Berlins 1945, der Prägung durch die DDR und setzte sich nach der Abwicklung in der Wendezeit 1990 fort. Die krankenhausgeschichtlichen Veränderungen bis zum Jahre 2005 und ihre Akteure wurden an Hand weniger noch erhaltener Quellen akribisch festgehalten und werden dem Leser reich illustriert dargeboten.

ISBN: 9783938304426

32,90 €

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Siedlungs – und Kulturgeschichte von Berlin-Buch

bielkasiedlungDer Beginn des 20. Jahrhunderts brachte für Berlin-Buch einen deutlichen Aufschwung. War Buch bis dahin deutlich landwirtschaftlich geprägt, kamen nun fünf große Krankenhauskomplexe und das Institut für Hirnforschung dazu. Das Bucher Gesamtbild veränderte sich, nachhaltig fand eine soziale und kulturelle Entwicklung statt. Prof. Heinz Bielka legt eine eindrucksvolle umfangreiche Bildmaterialsammlung vor, in dem er die wechselvolle Bucher Siedlungsgeschichte von der Bronzezeit bis ins 21. Jahrhundert, die Chancen und die Probleme uns vorstellt.

 

224 Seiten • Taschenbuch (Paperback) • EUR 13,90

ISBN 978-3-8280-2837-1

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Heinz Bielka – Streifzüge durch die Orts- und Medizingeschichte von Berlin-Buch

 

Berlin-Buch,Bielka 1 (2441) II COVER.indd das kleine Dörfchen am Nordostrand der deutschen Hauptstadt Berlin, hat sich aus seinem Dornröschenschlaf zum größten Krankenhausort Europas gemausert, vom Mega-Rieselfeld zum hochmodernen Forschungsstandort, vom etwas betulichen Wohnort zum Zufluchtsort für Großstadtflüchtlinge. Buch hat viele Gesichter, mit diversen Auf und Abs und immer wieder mit Aussicht auf Zukunft.

Prof. Dr. Heinz Bielka hat mehr als ein halbes Jahrhundert in Berlin-Buch gelebt und geforscht. Dabei ist es ihm gelungen, einen vielschichtigen informativen Streifzug durch Berlin-Buch aufzuzeichnen.

208 Seiten • Taschenbuch (Paperback) • EUR 12,90

ISBN 978-3-8280-2441-0

 

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Gruss aus Buch – Historische Ansichtskarten aus dem Panketal und Umgebung

Gruss aus Buch

– Von Alpenberge bis Zepernick –

Joachim Nietsch

grussausbuch

ISBN 300 0168729

Preis 9,95 €

Das bekannte Dorf Buch geht in seinem Ursprung auf seine slawische Gründung zurück, wie alte Namen aus dem 14. Jahrhundert wie Wentzschenbuck oder Buch slavica vermuten lassen. Das genaue Alter von Buch ist nicht bekannt.

Im Jahr 1910 wurden auf dem Gelände des Städtischen Krankenhauses durch Prof. Kiekebusch Ausgrabungen durchgeführt, die eine Besiedlung seit ca. 1000 vor der Zeitrechnung nachweisen. Im Märkischen Museum Berlin kann man die Rekonstruktion des „bronzezeitlichen Dorfes Buch“ im Modell besichtigen. Man kann also von einer 3000-jährigen Bucher Geschichte sprechen, obwohl eine durchgängige Besiedlung unwahrscheinlich ist.

Buch hat außer seiner Frühgeschichte noch weitere baugeschichtliche Denkmäler zu bieten. Da wäre als erstes die 1731 von F. W. Diterichs entworfene evangelische Kirche (1736 eingeweiht) zu nennen, die 1943 durch Bombenangriffe zerstört wurde. Der Wiederaufbau erfolgte ohne den heute fehlenden Turm.

Des Weiteren ist der im 17. Jahrhundert angelegte Schlosspark mit Schloss und Orangerie (beide leider abgerissen) erwähnenswert.

Im Jahre 1931 wurde das Kaiser-Wilhelm-Institut in Betrieb genommen. Nicht zuletzt müssen die seit Anfang des 20. Jahrhunderts errichteten Krankenanstalten genannt werden, die weit über die Bucher Grenzen hinaus Bedeutung erlangt haben. Die hier vorgelegten Postkarten zeigen in loser Folge diese und andere Bucher Bauwerke sowie die weitere Bucher Umgebung.

 

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Woody Guthrie, Haus aus Erde

Guthrie,  Haus aus Erde

Wofür  können wir Johnny Depp danken?

Nein, Nicht für den Edward mit den Scherenfingern oder den berühmten flippigen Jack Sparrow. Irgendwo hält sich Depp einen kleinen Verlag, Infinitum Nihil, von dem eine Perle

heraushausauserdegegeben wurde, “Haus aus Erde”. Und der Autor ist kein anderer als Woody Guthrie. Es ist sein einziger Roman und von der Tochter Guthries irgendwo in seinem Nachlass entdeckt.

“Haus aus Erde” ist zwischen 1940 und 47 entstanden und wurde nie veröffentlicht.

Es war das Jahrzehnt der schwarzen Tage – erst an der Börse, dann auch am Himmel. Zunächst legte die Große Depression von 1929 an Amerikas Wirtschaft lahm, dann kam die große Dürre, und der durch unverantwortlichen Ackerbau erodierte Boden der Ebenen flog buchstäblich in die Luft. Ein riesiger Teil des Landes von Dakota bis hinunter nach Texas wurde von Staubstürmen weggeweht.

Tike und Ella wollten eigentlich nur ein sicheres Dach über den Kopf, das den großen Sandstürmen trotzte und Boden, damit sich das junge Farmerehepaar etwas anbauen konnte.

Doch das Land gehört der Bank, wem sonst. Wir lesen einen erotischen und zornigen Roman über ein Liebespaar – wie so viele auf der Welt – die ihr kleines Leben in einem wirtschaftlichen und ökologischen  Desaster führen wollen.

Es ist ein sehr beachtenswertes Buch. Es quillt über vor szenischen Darstellungen. Gleichzeitig illustriert Guthrie, durch detailreiche Schilderungen, die erodierte Landschaft. Mit großer erzählerischer Freude schildert er auf einem dreissigseitigen Ausflug das Liebesleben des jungen Paares.

Als hätte der Chronist Woody Guthrie Büchners “Hessischen Landboten” daneben gelegt: “Friede den Lehmhütten!” Guthrie war von dieser Idee besessen, ein “Haus aus Erde”, denn sie konnte für viele Obdachlose eine große Hilfe sein. Die hier bleiben wollten und nicht wie bei Steinbecks Personage auswandern wollen. Guthrie sah hier drin die Lösung für die Landbevölkerung, denn man brauchte nur Lehm, Stroh und die richtige Technik.

Vielleicht schrieb Guthrie deshalb die heimliche Nationalymne „This Land is Your Land”.

60 Jahre ist sein Manuskript in irgendeiner Kiste verstaubt, vielleicht mit Absicht. Nun ist es im Eichborn Verlag (Bastei Lübbe) für 16,99€ erschienen. ISBN 978 3847905394   Ein Kleinod in der amerikanischen Literaturlandschaft.

ISBN 978-3847905394

 

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Andre Herzberg – Der Rocker aus Pankow

herzbergWer kennt ihn nicht, den Sänger von der Gruppe Pankow, Andre Herzberg.

Seit über 30 Jahren ist er Musiker. Und er ist der Frontmann von „Pankow“. Ein berühmter Titel  “ Inge Pawelczik “ entstand gleich auf der ersten Platte. Paule Panke, Hans Im Glück folgten. Er war  im Musik-Olymp. Neben City, den Puhdys und Karat.

Nach den langen Jahren des Tourens gab es für Herzberg eine Pause nach der Wende, nicht ganz freiwillig. Die Band Pankow löste sich auf. Jahrelang verdiente er nichts. Und er mußte psychotherapeutisch betreut werden. Alle Nähe fern heißt das Ergebnis, um sich seiner Vergangenheit bewußt zu werden. Herzberg schreibt die Geschichte einer deutsch-jüdischen Familie in so kurzen überzeugenden Sätzen, die Literatur sind, als hätte er noch nie was anderes gemacht.

Andre Herzberg wurde 1955 im damaligen Ostberlin geboren. Und so führt uns der Erzähler seines Romans durch die Zeit. Als Sohn sehr linientreuer Eltern, die bis zur Selbstaufgabe die  kommunistischen Ideale inhaliert haben und so aus der englischen Emigration zurückkamen, die jüdische Familenvergangenheit an der Gardrobe abgaben, um nicht aufzufallen und Repressalien zu erleiden und so den sozialistischen Alltag lebten.

Es ist ein Erlebnis, wenn er uns in die Vergangenheit seiner Familie mitnimmt. Der Ausflug ins Kaiserreich zu seinen Großeltern ist genauso spannend wie die Reise ins Nachkriegsdeutschland. Jedem Carepaket wurde nachspioniert, Mutter Lea wird Staatsanwältin, Vater Paul avanciert zum Parteijournalisten. Das Paar bekommt drei Kinder. Die Eltern verlieren ihre Liebe als der dritte Bruder, der Erzähler des Buches, geboren wird.

Paul hat eine neue Frau, die Parteistrafe nimmt er stoisch hin. Ehebruch ist für einen  Genossen verboten. Die Mutter stürzt sich in ihre Arbeit. Erst zu ihrem Lebensabend  bekennen die Eltern wieder zu ihrem Jüdischsein.

Die Großeltern, Heinrich und Rosa, haben nach einer langen Flucht vor den Nazis eine elende Zuflucht in New York gefunden. Heinrich hat als Freiwilliger im 1.Weltkrieg gedient, hat als Fabrikbesitzer Wohlstand erreicht und mußte doch alles aufgeben als die Nazis an die Macht kamen. Später erhält er eine Entschädigung und zieht zu seinem ältesten Sohn nach Südafrika.

Der Roman kommt wie ein nüchterner Bericht daher, aber es zeigt sich, dass diese Art zu schreiben ein Glücksgriff ist, und man bedauert, dass 300 Seiten über ein Leben in der DDR sehr schnell vorbei sind. Ganz persönliche Einblicke in ein Künstlerleben.

ISBN 9783548288109

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